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Lesung mit Elke Ferner

27.11.2019 um 15:00 Uhr

Für die Lesung in der Stadthalle Warin wird aus organisatorischen Gründen um Voranmeldung bis zum 22.11.2019 gebeten. Karten gibt es in der Stadtbibliothek für 3,00 € im Vorverkauf!

 

Thema: 30 Jahre Grenzöffnung – Im Osten wurde auch gelacht

 

30 Jahre ist es her, dass die DDR unterging, sang- und klanglos verschwunden ist sie noch nicht.

Kennen wir noch Wahllokale der DDR? Wie funktionierten DDR-Wahlen? Je älter die DDR war, je höher die Anzahl von Eingaben. Deren Erfüllung besaß Vorrang, damit eine 100-prozentige Wahlbeteiligung erreicht werden konnte. Über die letzte DDR-Wahl kann ich als damalige Bürgermeisterin einer kleinen Gemeinde berichten. Neben der Bewältigung des täglichen Mangels, der in den 80iger Jahren immer deutlicher wurde, zeigten die Menschen ihr Improvisationstalent. Waren/Errungenschaften besaßen noch einen Wert – nicht wie heute in der Wegwerfgesellschaft! Gute Geschichte dafür: „Der Teppich fürs Kinderzimmer“ oder „Bananen auf Rezept“

Geschichten rund ums Auto zaubern immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Das Wohnungsproblem gab es bis zuletzt selbst auf dem Lande. „Unterzeichnet, besiegelt, nur nicht Platz gemacht“ ist eine Geschichte für Hauskauf mit lebenslangem Wohnrecht. Die Oma wurde über 100 Jahre alt.

Hilfsbereitschaft untereinander besaß einen hohen Stellenwert. „Dachziegelwerbung“ ist dafür ein gutes Beispiel. (erlebte ich 1988 als Bürgermeisterin)

Neben zu verurteilenden Ereignissen gab es nennenswerte gut funktionierende Kontakte, wie Hausgemeinschaften, Arbeitskollektive, die Vielen ein Zuhause schenkte; die Freude und Freunde mit sich brachten, wo gemeinsam gefeiert und getanzt wurde. Ellenbogen als Waffe nutzten DDR-Bürger kaum. Mobbing blieb eine Seltenheit und wenn – wurde sie von gewissem Personal für ganz bestimmte nicht in das Regime passende Leute angewandt.

Die DDR war und bleibt ein Stück Identität seiner einstigen Bewohner. Egal ob Frauen oder Männer, Junge oder Alte erlebte ein Jeder diese Zeitspanne anders, arrangierte sich mit der Ordnung mehr oder weniger.

Mein Anliegen ist es Geschichte zu erhalten/bewahren, sie vor allem differenziert zu betrachten. Berichten, zuhören und austauschen sind das Wichtigste für eine fruchtbare Verständigung und das Verstehen.

Aus meinem Buch: „Ein Leben in der DDR und eins danach“ werde ich verschiedene Erlebnisse vom 09.11.1989 lesen – egal ob in Mecklenburg oder Berlin erlebt. Gleichzeitig halten wir noch einmal Rückblick auf Ereignisse aus DDR-Zeiten, mal zum Schmunzeln, hören aber auch solche, die uns erinnern sollen, wie wertvoll die Demokratie ist.

Durch verschiedenartige Tätigkeit, unterschiedlichen Wohnorten und jahrzehntelangem Tagebuchschreiben, sammeln von Dokumenten ist es mir möglich über ein breites Spektrum zu berichten, aber auch Erläuterungen zu geben. Lassen Sie sich überraschen und wagen Sie zumindest einen Rückblick über 30 Jahre zurück.

 

 
 

Veranstaltungsort

Stadthalle Warin

Schulstr. 4
19417 Warin

 

Veranstalter

Stadtbibliothek Warin

Am Markt 4 a
19417 Warin

Telefon (038482) 60509

E-Mail E-Mail:
www.eopac.net/BGX431020/

Öffnungszeiten:
Di.-Fr.:9:00 - 11:30 Uhr
Di.u.Do.:14:00 - 17:30 Uhr

 

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